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Amazon verstärkt Präsenz im stationären Handel

Der Internetkonzern will 2019 weitere Buchläden und Vier-Sterne-Shops eröffnen.

Der Handelsriese Amazon, der seinen Hauptsitz in Seattle (USA) hat, will sich 2019 verstärkt im stationären Handel etablieren. Zu diesem Zweck sollen dieses Jahr weitere Buchgeschäfte und Vier-Sterne-Shops eröffnet werden. Laut eigenen Angaben bekamen diese Läden von Käufern gute Bewertungen.

Amazon eröffnete 2015 das erste Buchgeschäft in Seattle. Seit Mai 2017 gibt es auch einen Buchladen mitten in New York im Stadtteil Manhattan unweit des Central Parks. Derzeit sind es sieben Geschäfte in sieben US-Städten.

Das erste Vier-Sterne-Geschäft hatte das Unternehmen im September 2018 in New York aufgemacht, dort gibt es nur Produkte mit vier bis fünf Amazon-Sternen. Anfang 2018 hatte der Online-Händler einen ersten "Amazon Go" in Seattle eröffnet, einen Supermarkt ohne Kassen und Kassierer. Die Kunden können sich dort die gewünschten Waren in die Taschen füllen und den Laden dann einfach verlassen, ohne an einer Kasse Schlange zu stehen.

Die "Washington Post" hatte vergangene Woche berichtet, Amazon plane sogar eine eigene Supermarktkette - der erste Laden werde Ende des Jahres in Los Angeles eröffnet. Amazon probiert vieles aus, um seine Marktmacht auszubauen.

Das Programm, kleinere Pop-up Stores zu eröffnen, laufe dagegen aus, teilte Amazon am 6. März 2019 mit. Amazon habe sich "nach reiflicher Überlegung" entschieden, das "Pop-up Kiosk-Programm" nicht mehr weiterzuverfolgen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der US-Sender CNBC berichtete, die insgesamt 87 Pop-up Stores in den USA würden bereits kommenden Monat dichtgemacht. Amazon hatte 2014 damit begonnen, einzelne Produkte auch an Ständen in Einkaufszentren oder in anderen Läden zu verkaufen. Ende November hatte Amazon auch für einige Tage einen Pop-up Store auf dem Kurfürstendamm in Berlin eröffnet.

Gestartet hat Jeff Bezos den Internetgiganten 1995 mit einer Online-Buchhandlung. 20 Jahre später wird fast alles von Kleidung über Musik bis hin zu Lebensmitteln verkauft. Der Konzern hat mehr als 500.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern.

Bildcredit: Pixabay