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© Wikimedia Commons/KarlGruber

Einreiseverbot für Wehrschütz in die Ukraine

Breite Kritik am Ausschluss des ORF-Korrespondenten von der Berichterstattung.

Die ukrainischen Behörden werfen dem österreichischen Journalisten Christian Wehrschütz eine "bewusste Verletzung der ukrainischen Staatsgrenze", "Beteiligung an Rechtfertigungsversuchen der russischen Annexion der Krim" sowie "antiukrainische Propaganda" vor. Laut einer SBU-Sachverhaltsdarstellung, die die Ukraine im Februar an den OSZE-Medienbeauftragten übermittelt hatte, habe er am 30. Juli 2018 durch das Verlassen der Krim über die Krim-Brücke ukrainische Gesetze gebrochen.

Bereits Donnerstagabend hatte Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) gegen das ausgesprochene Einreiseverbot protestiert. Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte Wehrschütz zuletzt illegalen Grenzübertritt vorgeworfen, was der Journalist kategorisch dementierte. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) teilt die Kritik von Außenministerin Karin Kneissl an dem von der Ukraine verhängten Einreiseverbot gegen ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz. Kneissl hatte das Verbot als "in Europa inakzeptabler Akt der Zensur" verurteilt.

Im Ö1-"Journal" betonte Wehrschütz am Freitag, den Bescheid, der ihm noch nicht vorliege, zu prüfen und dann das Einreiseverbot "mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen" zu wollen. Er verwies darauf, dass er über einen legalen Aufenthaltstitel bis Ende Juni dieses Jahres verfüge.

(APA/red) 8.3.2019