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Social-Media-Richtlinien für ORF-Journalisten

Generaldirektor Wrabetz legte Dienstanweisung für die Belegschaft des Senders vor.

Am Freitag, den 8. März 2019 präsentierte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz „ORF-Social-Media-Leitlinien“ den Mitarbeitern. Sie sind als Dienstanweisung von allen journalistischen und programmgestaltenden ORF-Angestellten zu befolgen und gelten für Tochtergesellschaften als Gesellschafterweisung. Konkrete dienstrechtliche Konsequenzen bei Verstößen sind aber nicht enthalten. Die Leitlinien sind auf Basis internationaler Vorbilder erstellt worden.

Da die Trennung zwischen Beruf und Privatleben in den sozialen Medien kaum möglich ist, werden ORF-Mitarbeiter als Repräsentanten des öffentlich-rechtlichen Senders wahrgenommen. Daher sollen nach der Vorgabe alle diese Personen bei Äußerungen auf Facebook oder Twitter auf Objektivität, Ausgewogenheit und Glaubwürdigkeit achten. Zu den Grundlagen journalistischen Arbeitens zählen weiters Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und das Zulassen der Meinungsvielfalt.

Wörtlich heißt es in den Richtlinien: „Öffentliche Äußerungen, mit denen demonstrativ Sympathie oder Antipathie gegenüber politische Institutionen, deren Vertreter/innen oder Mitgliedern zum Ausdruck gebracht wird, sind mit den gesetzlichen Vorgaben unvereinbar und daher unzulässig. Öffentliche Äußerungen, die kritische Auseinandersetzungen oder persönliche Wertungen (Zustimmung, Ablehnung) über Dritte enthalten, sollen sachlich begründet und formuliert werden. In keinem Fall dürfen öffentliche Äußerungen geeignet sein, an der Glaubwürdigkeit, Objektivität oder Unabhängigkeit des ORF oder seiner Mitarbeiter/innen aufkommen zu lassen.“ Vor allem soll das Gebot der Höflichkeit, der „gute Ton“, nie verlassen werden, auch nicht angesichts von Hass-Postings. In den Richtlinien steht dazu: „Es ist hilfreich, in sozialen Netzwerken nichts zu deponieren, was man nicht auch in einer Podiumsdiskussion sagen würde.“

Der ORF sieht die sozialen Medien als Chance, um jüngere Publikumsschichten anzusprechen und seine Marken zu stärken.

Bildcredit: Pixabay