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Straßenzeitung Kupfermuckn" feiert Jubiläum

Die Linzer Obdachlosen-Zeitung brachte im März seine 200. Ausgabe heraus.

Die Kupfermuckn"-Zeitung ist ein Kultur- und Beschäftigungsprojekt, das seit über zwei Jahrzehnten das Straßenbild von Linz prägt. Im März kam die 200. Ausgabe heraus. Die von einer „Betroffenen-Redaktion“ gestaltete Publikation widmet sich der Sicht von Menschen, die in Armut und sozialer Ausgrenzung leben. Sie wird seit Oktober 1996 im Straßenverkauf angeboten und startete damals mit einer Auflage von 2.000 Exemplaren. Inzwischen sind es monatlich 32.000, die von rund 250 Personen, die von Armut oder Obdachlosigkeit betroffen sind, verkauft werden. Jedes Jahr wächst die Zahl der Verkäufer um rund ein Drittel. Die ersten zehn Zeitungen im Monat sind für sie gratis. Jedes weitere Heft muss um einen Euro in der Ausgabestelle gekauft werden. Angeboten werden die Zeitungen um zwei Euro, die Differenz aus den Einnahmen bleibt beim Verkäufer. Der Kolporteur darf maximal 340 Stück pro Monat verkaufen. Aus den Verkäufen sind über die Jahre fünf Millionen Euro für Menschen in Armut zusammengekommen, bilanziert Chefredakteur Heinz Zauner von der ARGE für Obdachlose.

Die erste Straßenzeitung wurde übrigens 1989 in New York gegründet und hieß Streetnews". In Österreich gibt es neben der Kupfermuckn" in Linz den Augustin" in Wien, das Megaphon" in Graz, Apropos" in Salzburg, den Zwanz´ger" in Innsbruck, das Eibischzuckerl" in Wiener Neustadt und die Marie" in Vorarlberg. Der Verkauf erfolgt nach den Regeln des "International Network of Street Newspapers" (INSP).

APA/Red

Bildcredit: Pixabay