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US-Investor vor Einstieg bei Axel Springer

KKR bietet den Aktionären des deutschen Medienkonzerns 63 Euro je Aktie.

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer will sich wie erwartet den US-Finanzinvestor KKR an Bord holen. Dass KKR über einen Einstieg bei dem Konzern verhandelt, war bereits bekannt (ExtraDienst berichtete dazu am 31. Mai).

Nun konkretisiert sich das Vorhaben: Die Amerikaner legen ein Übernahmeangebot vor und wollen zusammen mit der Großaktionärin Friede Springer und dem Vorstandschef Mathias Döpfner die Gesellschaft kontrollieren, wie die Parteien am Mittwoch in Berlin und Luxemburg mitteilten.

KKR bietet 63 Euro je Springer-Aktie in bar, am Vorabend schloss die Aktie bei einem Kurs von 56 Euro. KKR strebt eine Mindestannahmequote von 20 Prozent an. Sowohl Friede Springer als auch Springer-CEO Mathias Döpfner, die zusammen gut 45 Prozent an dem Herausgeber der Zeitungen „Bild" und „Welt" besitzen, behielten ihre Anteile. KKR sei mit seiner Erfahrung in der Medienbranche und der Digitalisierung der richtige Partner, um die Wachstumsstrategie des Konzerns voranzutreiben, erklärte Springer.

KKR-Einstieg vorerst auf fünf Jahre befristet

Der geplante Einstieg des US-Finanzinvestors beim deutschen Medienhaus ist vorerst auf fünf Jahre angelegt. Im Zuge der Investorenvereinbarung gehe es um eine Mindesthaltedauer über diesen Zeitraum, sagte ein KKR-Sprecher am Mittwoch zu Reuters. Im Schnitt dauerten die Engagements des Investors bei Unternehmen fünf bis sieben Jahre.

APA/Red/MH – 12.6.2019

Bildcredit: Axel Springer